Stell Dir vor, Du ziehst um und musst nichts tun.

Vision? Dänemark! Dänemark will (schon wieder) voran gehen. Nachdem das Land bereits die Abschaffung aller staatlichen Briefe beschlossen hat und die Zero-Input-Verwaltung Stück für Stück umsetzt, geht der neue Plan noch weiter: Verwaltung ohne menschliches Handeln.

Die so genannte No-Touch-Verwaltung folgt einem radikalen Prinzip: Sie geschieht, ohne dass jemand etwas tun muss. Automatisch, oft unsichtbar, proaktiv und manchmal schon bevor jemand weiß, dass er sie braucht. Wer z. B. Umzieht, soll in Dänemark nichts mehr tun müssen, als seine neue Wandfarbe auszusuchen. An- und Ummeldung passieren automatisch. Wer ein Kind bekommt, erhält ab dem nächsten Monat automatisch Kindergeld aufs Konto. Und wer bald in Rente geht, wird digital darüber benachrichtigt, dass bereits alles automatisch bei Krankenkasse und Co. umgestellt wurde und die erste Rente bald aufs Konto überwiesen wird. Einfach so!

Radikal – und nicht ohne Risiko! Denn was ist mit dem Datenschutz? Und wer kontrolliert das alles auf Richtigkeit? Diese Fragen diskutiert Dänemark bereits heute. Während viele Länder noch digitale Formulare entwickeln, beschäftigt sich Dänemark mit der nächsten Stufe der Verwaltungsdigitalisierung: Wie kann Verwaltung funktionieren, ohne dass Bürger überhaupt mit ihr interagieren müssen?

Bild: Dieses Bild wurde mit AI erstellt.
Quelle:
GovInsider: Proactive and No-Touch Public Services in Denmark

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