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Europa baut gerade die größte digitale Identitätsinfrastruktur seiner Geschichte.

Und erstaunlich wenige Menschen sprechen darüber. Bis Ende 2026 müssen alle EU-Mitgliedstaaten ihren Bürgern eine sogenannte EU Digital Identity Wallet anbieten. Auch wir haben hier schon darüber berichtet. Die Idee klingt zunächst unspektakulär. Eine digitale Brieftasche auf dem Smartphone. Doch die Auswirkungen könnten enorm sein.

Denn die Wallet soll weit mehr können als die heutige Online-Ausweisfunktion. Künftig sollen Bürger dort unter anderem speichern und nachweisen können:

  • Personalausweis
  • Führerschein
  • Bildungsabschlüsse
  • Berufsqualifikationen
  • Unternehmensnachweise
  • Bankdaten
  • Gesundheitsinformationen

Und zwar grenzüberschreitend in ganz Europa! Zum ersten Mal entsteht damit eine gemeinsame digitale Identitätsinfrastruktur für rund 450 Millionen Menschen.

Die eigentliche Innovation liegt jedoch nicht in der Wallet selbst. Sondern in dem, was sie ermöglicht. Wer heute eine Wohnung im Ausland mieten, ein Unternehmen gründen oder einen Studienplatz beantragen möchte, muss häufig Dokumente beschaffen, übersetzen, versenden und erneut nachweisen. Die EU Wallet soll viele dieser Nachweise digital, standardisiert und sofort überprüfbar machen. Damit könnte etwas entstehen, das Europa bislang fehlte: Ein gemeinsamer digitaler Vertrauensraum.

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Quellen:

  • European Commission – European Digital Identity Wallet
  • eIDAS 2.0 Regulation (EU)
  • European Commission – Digital Decade Programme

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