Tim geht in Pinneberg zur Schule, studiert dann erst in Hamburg und später in Barcelona. Seinen ersten Job …

findet er in Turin. Jahre später zieht er mit seiner Freundin nach Budapest. Als die beiden Kinder bekommen, geht es zurück nach Norddeutschland, doch fünf Jahre später kriegt Tims Frau einen guten Job in Frankreich und die Familie zieht wieder um. Kann sich jemand vorstellen, wie viele unterschiedliche Behörden an diesem fiktiven Leben beteiligt wären?

Man mag es sich gar nicht vorstellen. Zum Glück soll sich das in Zukunft ändern. Denn statt Daten jedes Mal neu eingeben zu müssen, sollen diese in Zukunft automatisch zwischen den Apps und Plattformen der verschiedenen lokalen, regionalen und nationalen Stationen ausgetauscht werden.
Genau hier setzt das European Interoperability Framework an. Es definiert die Grundregeln dafür, dass Verwaltung überhaupt zusammenarbeiten kann.
Die wichtigsten Prinzipien:
·      Interoperabilität muss von Anfang an mitgedacht werden
·      Daten sollen nur einmal erhoben werden
Und danach innerhalb der Verwaltung nutzbar sein
·      Systeme müssen gemeinsame Standards nutzen
·      Services müssen nutzerzentriert gedacht werden
Was bedeutet das für Deutschland?
Neue Digitalprojekte können nicht mehr isoliert entstehen. Eine kommunale Lösung muss anschlussfähig sein. Ein Landesverfahren muss bundesweit funktionieren. Und nationale Systeme müssen europäisch gedacht werden.
Habt ihr schon mal länderübergreifende Bürokratie erlebt?
Wie interoperabel plant ihr neue Lösungen?
Bild: Nathan McBride für Unsplash
Quelle: https://lnkd.in/dyWdhhAv

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