Gaude Geister: Wenn Verwaltungen unsichtbor warrt.

Johrtiende? Nee, Johrhunnerte lang kennen de Düütschen Verwaltung jümmer glieks: Wer wat will, mutt wat doon. Kontakt opnehmen, Anträge utfüllen, Daten ingeven, töven, nafragen, töven … Man dat hett nu en Enn (okay … dat Enn liggt noch wied achtern an’t Enn vun’n Tunnel): dat Tietöller vun de unsichtbore Verwaltung!

„Invisible Government“ is en nee Buzzword – un de Idee dorachter is radikal: Börgers schöölt gornich mehr marken, dat dat en Verwaltung gifft. Klingt komisch, is aver großortig. Endlich kriegt wi en Staat, de Leistungen vörutdenkend, datenbaseert un glatt bereidstellt, ahn dat de Lüüd överhaupt noch aktiv warrn mööt. De vörutfüllte Steuererklärung in Hessen is en lütt Bispill dorför. De Staat fangt to’n eersten Mol an, Arbeit to övernehmen, ansteed nee Arbeit to maken.

International gifft dat lieke Ansätze:

  • automaatsche Familienleistungen
  • vörutdenkende Rentenverlöp
  • automaatsche Ummellen
  • datenbaseerte Deenste rund üm Geburt or Pleeg

Worüm is dat so wichtig? Wiel klassische Verwaltungsdigitalisierung faken blot analoge Bürokratie op en Bildschirm verschuvt. Invisible Government versöökt dorgegen, Bürokratie sülvst unsichtbor to maken. Jüst dorüm warrt de Begrepp international jümmer wichtiger. He verbinnt:

  • digitale Identitäten,
  • Registermodernisierung
  • automatiseerten Datenutwessel
  • Dateninteroperabilität
  • KI un Digital Public Infrastructure

Klingt groot. Man is dat ok so? De Risiken sünd groot – man de Chancen ok. Grad Düütschland steiht hier vör en Grundsatzfraag. Wüllt wi wieder digitale Formulare buun? Or fangt wi an, Verwaltung grundsätzlich nee to denken?

Bornen:

  • OECD, Digital Government & Digital Public Infrastructure Reports
  • International Telecommunication Union, GovStack Initiative
  • European Commission, European Interoperability Framework
  • World Bank, GovTech Reports

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