Je digitaler die Verwaltung wird, desto häufiger wird mir diese Frage gestellt. Und sie ist berechtigt! In Frankreich wurden zuletzt mehr als 6.000 Datenlecks innerhalb eines Jahres gemeldet. Die Zahl größerer Vorfälle hat sich in kurzer Zeit deutlich erhöht. Das zeigt ein Dilemma der Verwaltungsdigitalisierung. Wir wollen mehr digitale Services, mehr Datenaustausch, mehr Komfort. Gleichzeitig steigt damit die Angriffsfläche.
Die Antwort kann aber nicht sein, weniger zu digitalisieren. Denn Papierakten sind weder sicher noch effizient. Die eigentliche Lösung
- Weniger Datenkopien
- Weniger Datensilos
- Weniger redundante Speicherung
Je häufiger dieselben Daten in unterschiedlichen Systemen liegen, desto größer wird das Risiko. Die erfolgreichsten digitalen Staaten setzen deshalb zunehmend auf kontrollierten Datenaustausch statt auf unzählige Kopien derselben Informationen.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:
Haben Behörden meine Daten?
Sondern:
Wie oft existieren sie und wer hat Zugriff darauf?
Bild: Ruben Ramirez auf Unsplash
Quelle: Französische Datenschutzbehörde CNIL, Mai 2026
Hier findest Du den Text auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/feed/update/urn%3Ali%3Ashare%3A7467664566500605953
