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Warum erst jetzt?!

Ist DAS die Lösung der Digitalisierungskrise? Alle Staaten in Europa digitalisieren. Manche schneller, manche im Deutschlandtempo. Bisher kocht jeder sein eigenes Süppchen. Bisher! Denn die EU arbeitet an einem Projekt, das die Verwaltungsdigitalisierung grundlegend verändern könnte. Nicht an einer neuen App. Nicht an einem weiteren Portal. Sondern an einem gemeinsamen technologischen Fundament.

Der Name, der dafür immer häufiger fällt, lautet GovStack Europe. Klingt komisch? Ist aber sinnvoll. Endlich soll es einen einheitlichen Digitalisierungs-Baukasten geben, aus dem jedes Land sich die Elemente zieht, die es braucht. Also genau so, wie es bereits viele Länder national machen und es auch in Deutschland schon entsprechende Ansätze gibt.

Warum ist das so wichtig? Weil Europa bisher vor allem digitale Inseln baut. Jedes Land entwickelt eigene Portale, eigene Identitäten und eigene Architekturen. Das ist teuer, langsam und schwer skalierbar. GovStack Europe könnte das ändern. Gemeinsame Standards würden:

  • Entwicklungskosten senken
  • Interoperabilität verbessern
  • Innovation beschleunigen 
  • und digitale Verwaltung europaweit konsistenter machen.

Für Bürgerinnen und Bürger könnte das bedeuten, dass digitale Services künftig grenzüberschreitend funktionieren. Für Unternehmen könnte Europa digital endlich stärker zusammenwachsen. Doch genau darin liegen auch die Herausforderungen. Denn Verwaltung ist immer auch Ausdruck nationaler Strukturen, Gesetze und politischer Kultur.

Ob die EU-Staaten mitziehen? Vermutlich wird es wie immer laufen: Einige machen mit, einige teilweise und einige gar nicht. Typisch EU eben. Aber trotzdem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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Quellen

  • European Commission, European Digital Identity Wallet 
  • International Telecommunication Union, GovStack Initiative 
  • Digital Public Goods Alliance, GovStack Framework 
  • OECD, Digital Public Infrastructure Reports 
  • European Commission, European Interoperability Framework

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