Europa digitalisiert sich. Auch Deutschland. Momentan aber vor allem einzelne Services. Für Systeme, die miteinander kommunizieren, brauchen wir Daten, die sicher und effizient zwischen Behörden und Services geteilt werden können. Und daran hapert es oft.
Genau hier setzen sogenannte Datenräume an. Die Idee: Daten werden nicht zentral gesammelt, sondern können zwischen Behörden, Unternehmen und Institutionen standardisiert und kontrolliert geteilt werden. So lassen sich Prozesse beschleunigen, Mehrfachmeldungen vermeiden und neue digitale Dienste ermöglichen.
Die Europäische Union treibt dieses Modell derzeit aktiv voran – etwa mit Initiativen wie dem European Health Data Space, der den grenzüberschreitenden Austausch von Gesundheitsdaten ermöglichen soll. Ziel ist es, sektorale Datenräume aufzubauen, in denen Daten sicher genutzt werden können, ohne dass die Kontrolle darüber verloren geht.
Langfristig könnten solche Datenräume auch für viele Verwaltungsprozesse entscheidend werden: für Genehmigungen, Registerabgleiche oder automatisierte Verwaltungsentscheidungen.
Kurz gesagt:
Die nächste Phase der Verwaltungsdigitalisierung könnte weniger aus neuen Portalen bestehen – und mehr aus vernetzten Datenökosystemen.
Wie findet ihr den neuen Ansatz?
Quellen:
European Commission – European Strategy for Data / European Health Data Space
Gaia-X – Initiativen zu föderierten Datenräumen in Europa
Bild: Sara Kurfeß für unsplash
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