Alles nur Show?

Warum Digitalisierung manchmal so echt ist wie der Cast von Kampf der Realitystars.
Alle Regierungen wollen digitalisieren. Einige tun es; andere tun es scheinbar. Denn wenn wir hinter die Fassade der Verwaltungs-Digitalisierung blicken, ist da manchmal mehr Analoges als in einer Videothek im Jahr 1990. Genau diesen Widerspruch adressieren die World Digital Government Rankings 2025.
Die zentrale Erkenntnis der Studie ist unbequem, aber klar:
Digitale Services sind kein Beweis für einen digitalen Staat.
Denn auch wenn immer mehr Behörden mit Portalen und digitalen Formularen arbeiten, steht dahinter oft noch ein analoges Backend. Formulare werden gedruckt, per E-Mail verschickt und zwischen all den vielen Einzel-Websites gibt es keine Verzahnung und Kommunikation. Genau das macht aber einen wahrhaft digitalisierten Staat aus: Alle Behörden sind in einem Portal oder Netzwerk verbunden. Einmal eingegebene Daten werden gespeichert und ausgetauscht. Analoge Handlungen finden nicht mehr statt.
Gerade Deutschland hat hier noch einen weiten Weg zu gehen. Aber wenigstens ist die Richtung klar: once-only, one-for-all.
Ärgert es euch auch, wenn ihr euch bei Behörden immer wieder neu registrieren und Daten noch mal eingeben müsst?
Quelle: World Digital Government Rankings (2025)
Bild: Everyday basics für Unsplash.

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