Too big to fail or to big to function?

Wenn digitale Verwaltungsprojekte scheitern. Und was wir daraus lernen können.
In der Theorie ist es ganz einfach. Die Digitalisierung der Verwaltung braucht eine große Lösung, die alles integriert, alles miteinander kommunizieren lässt und schon haben wir die perfekte User Experience und sparen auch noch Kosten. Aber dass es in der Praxis nicht so leicht ist, zeigt ein Beispiel aus England.
Die britische Regierung hat mit dem „Matrix Project“ versucht, zentrale Verwaltungsbereiche in ein einheitliches System zu überführen. Das Ziel: mehr Effizienz, mehr Geschwindigkeit, bessere Funktionalität. Wie schön! Doch trotz Millionenbudget stieß das Vorhaben auf erhebliche Hindernisse. Die Integration zahlreicher Behörden, aller ihrer Daten und die Kommunikation zwischen diversen Altsystem war am Ende einfach zu komplex. Offiziell ist das Projekt nicht gescheitert, doch es könnte ein Mahnmal digitalen Größenwahns werden wie der Elbtower für Architektur und Stadtplanung.
Große Lösungen sind nach wie vor gut und richtig, aber eben nur, wenn sie auch umsetzbar sind. Wird ein Projekt zu komplex, ist das Risiko hoch, am Ende komplett zu scheitern.
Habt ihr diese Erfahrung auch schon mal gemacht?
Bild: Dieses Bild wurde mit AI erstellt.

Hier findest Du den Text auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/feed/update/urn%3Ali%3Ashare%3A7401270975230595073