Über Jahre war das Ziel klar: Verwaltung muss effizienter werden. Schnellere Prozesse. Weniger Kosten. Mehr Output. Das war richtig – und ist es in Teilen noch. Aber es greift zu kurz. Denn die Realität hat sich verändert.
Verwaltung bewegt sich heute in einem Umfeld, das sich permanent verändert. Und genau hier liegt das Problem: Systeme, die auf maximale Effizienz optimiert sind, sind oft nicht auf Veränderung ausgelegt. Sie sind gut darin, das Bekannte möglichst reibungslos abzuwickeln. Aber sie sind schlecht darin, auf Neues zu reagieren. Ihnen fehlt die Resilienz.
Genau darauf weist auch die OECD in ihrer aktuellen Analyse hin: Zukunftsfähige Verwaltung zeichnet sich nicht primär durch Effizienz aus, sondern durch ihre Fähigkeit, sich anzupassen. Das bedeutet konkret: erwaltung muss in der Lage sein, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren. Sie muss mit Unsicherheit umgehen können. Und sie muss Strukturen schaffen, die Veränderung ermöglichen – nicht verhindern.
Der Zielkonflikt ist offensichtlich:
Effizienz reduziert Spielräume.
Zukunftsfähigkeit braucht genau diese Spielräume.
Deshalb brauchen wir mehr Fokus auf Lernfähigkeit statt auf perfekte Planung. Hat euch schon mal die (neue) Realität bei einem Projekt eingeholt?
Quelle: OECD – Towards a Future-Oriented Public Sector: Anticipation, Adaptation and Learning in Government
Bild: Ivan Pergasi für Unsplash
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