Stell Dir vor, Du müsstest nie wieder ein Formular ausfüllen. Science Fiction? Nein.

Keine Steuererklärung. Keinen Kindergeldantrag. Keine Ummeldung. Keine Rentenunterlagen. Tatsächlich könnte genau das die nächste Stufe der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland sein: eine Bürokratie ohne Formulare. Und Estland macht es bereits vor.

Stell Dir Deutschland im Jahr 2035 vor: Ein Kind wird geboren – und das System erkennt automatisch die Geburt. Kindergeld, Elterngeld und Krankenversicherung werden vorbereitet. Die Eltern erhalten eine Nachricht: „Bitte bestätige die Angaben.“ Ein Klick. Fertig! Oder jemand zieht um. Statt mehrere Behörden zu informieren, wird die neue Adresse einmal bestätigt und automatisch für alle relevanten Verwaltungsleistungen übernommen.

Statt Anträge auszufüllen, erhalten Bürgerinnen und Bürger ihre bereits vorbereiteten Unterlagen zur Prüfung. Die eigentliche Veränderung besteht dabei nicht darin, dass der Staat Entscheidungen trifft. Sondern darin, dass die Menschen keine Daten mehr eingeben müssen. Aus Dateneingabe wird Bestätigung. Aus Antragstellung Zustimmung. Das nennt man Zero-Input-Government.

Eine Zukunft für Deutschland? Oder nur eine nette Vision? Was denkt Ihr?

Quellen:

  • OECD Digital Government Studies
  • OECD Digital Public Infrastructure Reports
  • European Commission – Once Only Technical System
  • European Interoperability Framework
  • GovStack Initiative

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