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Können nur kleine Länder Digitalisierung?

Nein. Ganz in unserer Nähe sieht man, wie’s geht. Portugal, Estland, Dänemark, aber auch weiter weg in Südkorea. Egal wo die Champions der Verwaltungs-Digitalisierung liegen. Eines haben sie gemeinsam: Sie sind eher klein. Schafft denn wirklich kein größeres Land, was Deutschland so schwerlich bemüht seit Jahren versucht? Doch! Denn Spanien ist nicht nur Europas Wachstums-Meister, sondern auch ein Vorbild in Sachen Digitalisierung. Grund genug, uns das Land genauer anzuschauen.

Spanien hat in den vergangenen Jahren still und konsequent eine der leistungsfähigsten digitalen Verwaltungen Europas aufgebaut und gehört im eGovernment-Benchmark der Europäischen Kommission seit Jahren zur Spitzengruppe. Auch in internationalen Vergleichen der OECD und der Vereinten Nationen, der UN, liegt das Land deutlich vor Deutschland.

Der wichtigste Grund dafür ist die konsequente Standardisierung! Mit dem zentralen Portal Administración.gob.es und der digitalen Identität Cl@ve können Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Leistungen mit einem einheitlichen Zugang nutzen. Noch wichtiger ist die Architektur dahinter. Über die Plataforma de Intermediación de Datos tauschen Behörden Informationen direkt miteinander aus. Die Menschen in Spanien müssen viele Nachweise deshalb gar nicht mehr selbst einreichen. Das spart Zeit, Papier und Behördengänge.

Spanien zeigt damit, was moderne Verwaltung ausmacht. Nicht möglichst viele Onlineformulare. Sondern ein System, das vorhandene Daten intelligent nutzt.

Hattet Ihr schon einmal Kontakt zur digitalen Verwaltung in Spanien?

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Quellen:

  • European Commission, eGovernment Benchmark 2024
  • OECD, Digital Government Studies: Spain
  • Gobierno de España, Cl@ve und Plataforma de Intermediación de Datos

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